Header HSG

1. Frauen: Niederlage beim ungeschlagenen Tabellenführer aus Lumdatal

  • Kategorie: 1. Frauen
  • Veröffentlicht: Mittwoch, 20. Februar 2019 17:56
  • Geschrieben von Jens Wagner

HSG Lumdatal - HSG Goldstein/Schwanheim 31:18 (16:11)

Nach dem wichtigen Heimsieg im Derby gegen Vortaunus durften die Damen der HSG Goldstein/Schwanheim etwas befreiter zum schweren Auswärtsspiel beim ungeschlagenen Tabellenführer aus Lumdatal antreten. Leider hat auch hier die Grippewelle zugeschlagen, mit Nicola Sitzius und Naomy Winter sind neben den beiden langzeitverletzten Karo und Maite zwei weitere Rückraumspielerinnen kurzfristig ausgefallen.

Trotz alle dem schienen die Frankfurterinnen den Schwung aus dem Heimsieg erfolgreich mitgenommen zu haben, in den ersten 10 Minuten waren sie klar spielbestimmend. Über 1:3 in der 7. Minute und 3:5 in der 10. Minute war die Führung bis zu diesem Zeitpunkt schon verdient. Vor allem gegen die beweglich und sehr aktive Abwehr tat sich der Tabellenführer sehr schwer, und im Angriff war es Kristina Lubina die immer wieder für Tore sorgte. 

"Wir haben in der Anfangsphase sehr diszipliniert gespielt, die Fehlerquote war gegen Null und in der Abwehr hat es gepasst. Anschließend haben wir kurzeitig den Faden verloren."

Und dies nutzten die erfahrenen Gastgeberinnen eiskalt aus, zwei schnelle Gegentore führten zum Ausgleich (5:5) und bis zum 8:7 in der 16. Minute zur ersten Führung. In dieser Phase scheiterten die Gäste immer öffter an der gegnerischen Torhüterin, oder am Torpfosten. Auch im weiteren Verlauf schlichen sich nun immer mehr Fehler im Angriffspiel ein, so dass Lumdatal über sauber vorgetragenen Tempogegenstöße nun zu einfachen Toren kam. Beim 11:9 nach knapp 23 Minuten waren die Gäste noch in Schlagdistanz, bis zur Halbzeitpause wuchs der Rückstand jedoch bis auf 16:11 an.

"Lediglich im Angriff haben wir zu viel liegengelassen und Lumdatal dadurch zu einfachen Toren eingeladen."

Zu Beginn der 2. Halbzeit kam es nach dem 16:12 dann zu einem nicht mehr allzu schönen Handballspiel. Die Gäste waren mit 5 Zeitstrafen innerhalb von knapp 10 Minuten eigentlich dauerhaft in Unterzahl und der souveräne Tabellenführer nutzte dies mit all seiner Erfahrung eiskalt aus um die Führung auf 23:13 auszubauen.

"Schwer zu verstehen warum die beiden Unparteiischen ein eigentlich faires und gutes Handballspiel so kaputt gemacht haben, die Regelauslegung war schon sehr fragwürdig."

Die Krönung war eine von mehreren klaren Tätlichkeiten gegen die junge Torfrau der Frankfurterinnen, als diese nach einem Tempogegenstoß gegen den Kopf getreten wurde. Erst nach langer Diskussion bestraften die Schiedsrichter dies mit einer roten Karte, ließen in der Folge dann aber wieder Gnade vor Recht ergehen.

"Die Reaktion der Mannschaft hat gezeigt, dass die Mädels immer mehr zusammen wachsen, das wird uns für die nächsten Wochen stärken."

Von da war es kein schönes Handballspiel mehr, Goldstein/Schwanheim gab sich zwar nie auf, aber Lumdatal spielte ließ nichts mehr anbrennen.

"Wir haben das am Anfang richtig gut gemacht, in der Folge haben wir dann zu viele Fehler im Angriff gemacht. Für die 2. Halbzeit kann ich der Mannschaft keinen Vorwurf machen, das hat dann kein Spaß mehr gemacht."

Es spielten: E. Porceddu und V. Manger im Tor; L. Scholz (3/2), J. Sitzius, J. Beuth (2), D. Wollmann, K. Lubina (4/1), K. Bulic (4), D. Susic, K. Kasartzoglou (4), A. Sauer (1), M. Zimmer